Gesellschafterversammlung der Katholischen KiTa gGmbH Koblenz in Mayen

25.09.2017

Von 16 auf 164 Einrichtungen

© Foto: Pressemitteilung Bistum Trier
Mechthild Schabo, Angela Thelen, Willi Kaspari, Sabine Theisen, Boris Adams, Georg Binninger und Gino Gilles (v.l.n.r.)

Mit der Neueröffnung einer Kindertagesstätte in Neustadt-Fernthal (Westerwald) führt die Gemeinnützige Trägergesellschaft Katholische Kindertageseinrichtungen Koblenz (Katholische KiTa gGmbH Koblenz) ab 1. November 2017 genau 150 Einrichtungen. Das haben die Geschäftsführer Sabine Theisen und Willi Kaspari bei der 18. Gesellschafterversammlung der Katholischen KiTa gGmbH am 25. September in Mayen mitgeteilt, zu der Vertretungen der 149 aktuell zur Trägergesellschaft gehörenden Kindergärten zusammengekommen sind.

Die Geschäftsführer skizzierten das Wachstum des Unternehmens von seiner Gründung im Jahr 2000 mit 16 Einrichtungen bis zum „Endausbau“ im kommenden Jahr mit 164 Kindertagesstätten. „Dann haben wir uns verzehnfacht“, erklärte Kaspari und sagte: „Wir sind stetig gewachsen. Das ist eine stramme Leistung und keineswegs selbstverständlich.“ Im Jahr 2016 boten die 137 Einrichtungen der KiTa gGmbH Koblenz 11.419 Plätze für Kinder. Die Anzahl der Beschäftigten lag bei 2.750. Aufgrund der wachsenden Belastung der Gesamtleitungen durch immer neue Themen und Aufgaben bei gleichgebliebenem Stundenansatz arbeitet die Trägergesellschaft künftig mit einer neuen Struktur, die verbunden ist mit der Aufstockung von Personal: Die bisherigen Gesamteinrichtungen der KiTa gGmbH Koblenz werden ab dem 1. Januar 2018 von fünf Bürogemeinschaften in Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Hunsrück, Koblenz sowie Neuwied mit der Außenstelle Kirchen geführt. „Das vereinfacht den kollegialen Austausch und die Beratung“, nannte Theisen als einen Vorteil. Bei betrieblichen Erträgen von annähernd 100 Millionen Euro bezeichnete der Wirtschaftsprüfer Stefan Szük (Köln) in seinem Bericht die KiTa gGmbH Koblenz als „eine richtige große Kapitalgesellschaft“ mit guter Basis und entspannter Situation, was die Risikolage betreffe.

Neben den Strukturen und Finanzen war im Jahr 2016 das Beschwerdemanagement für Kinder ein inhaltlicher Schwerpunkt. Kinder seien mit eigenen Rechten ausgestattet, erklärte Theisen und zählte das Recht auf Ruhe, Freizeit, Spiel, Bildung sowie Schutz vor Gewalt, Ausbeutung und Verwahrlosung auf. Kinder sollten das Gefühl haben, dass sie gehört werden. So seien die Träger seit 2016 verpflichtet, nachzuweisen, dass die Rechte von Kindern durch angemessene Verfahren der Beteiligung sowie durch die Möglichkeit der Beschwerde gesichert seien. „Für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen bedeutet dies, die Teilhabe von Kindern und geeignete Beschwerdemöglichkeiten für Kinder im Konzept zu verankern“, sagte Theisen – „denn auch ‚sich beschweren’ will gelernt sein!“

Als Aufsichtsratsvorsitzende stellte die Direktorin des Zentralbereichs Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat Trier, Mechthild Schabo, die Strukturveränderungen bei der KiTa gGmbH in den Zusammenhang mit dem Umsetzungsprozess der Synode des Bistums Trier. „Es geht in beiden Fällen um das Wie“, betonte sie und empfahl Empfindsamkeit und Solidarität. Darin, dass katholische Kindergärten auch Orte des kirchlichen Handelns seien, liege eine große Chance, am Wohl und zum Nutzen von Familien mitzuwirken, sagte sie.

© Text: Pressemitteilung Bistum Trier

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