Abschluss der Finanzierungsvereinbarungen zwischen der Stadt Koblenz, der Katholischen KiTa gGmbH Koblenz und anderen konfessionellen Trägern

13.01.2017

Kinderbetreuung durch konfessionelle Träger in der Stadt Koblenz weiterhin sichergestellt

© Foto: Pressestelle Stadt Koblenz
von links nach rechts: Martina Schüller (Leiterin des Amtes für Jugend, Familie, Senioren und Soziales), Martin Reiff (Verwaltungsleiter Evangelischer Kirchengemeindeverband), Marie-Theres Hammes-Rosenstein (Bürgermeisterin Stadt Koblenz), Martina Best-Liesenfeld (Caritasdirektorin), Eric Condé (Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Koblenz Neuendorf) Willi Kaspari (Geschäftsführer Katholische Kita gGmbH Koblenz) und Elvira Unkelbach (scheidende Jugendamtsleiterin)

Die Gemeinnützige Trägergesellschaft Katholische Kindertageseinrichtungen im Raum Koblenz mbH (Katholische KiTa gGmbH Koblenz), vertreten durch die Geschäftsführung Frau Sabine Theisen und Herrn Willi Kaspari, hat gemeinsam mit dem Caritasverband Koblenz e.V. und der Kirchengemeinde Maria Hilf, die bestehende Vereinbarung zur Erstattung von Sachkostenzuschüssen mit der Stadt Koblenz auf unbestimmte Zeit verlängert. Darüber hinaus wurde für die katholischen Kita-Träger eine Vereinbarung zur Umsetzung des ab 2017 gültigen Kostensenkungsbeschlusses des Bistums Trier zwischen der Stadt Koblenz und dem Bistum Trier unterzeichnet. Von allen konfessionellen Trägern, also auch mit dem Evangelischen Kirchengemeindeverband, vertreten durch den Verwaltungsleiter Martin Reiff wurde gleichzeitig auch eine Vereinbarung zur Erstattung von Personalkostenzuschüssen mit der Stadt Koblenz unterzeichnet. Diese Vereinbarungen geben sowohl den konfessionellen Trägern von Kindertageseinrichtungen, als auch der Stadt Koblenz Planungssicherheit und bilden die finanziellen Rahmenbedingungen für die Kinderbetreuung in der Stadt.

„Der Abschluss der Vereinbarungen trägt dazu bei, dass den Koblenzer Kindern auch weiterhin ein vielfältiges Angebot an Kindertagesstätten zur Verfügung steht und der Anspruch auf Betreuung, Bildung und Erziehung qualitativ und quantitativ erfüllt werden kann“, so die Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein. Sie betonte die Wichtigkeit der Trägervielfalt, denn die Vermittlung von Werten, die die Grundlagen für das gesamte Leben bilden können, beginne bereits in der Kita. Dabei würden in den Kindertagesstätten wichtige Weichen gelegt und ein Beitrag dazu geleistet werden, wie die Gesellschaft später aussehen wird. Sie dankte den Trägern und bat gleichzeitig darum, den Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kitas und Unternehmen weiter zu geben.

Die Trägervertreter gaben den Dank an die Stadt zurück und lobten die enge und gute Zusammenarbeit und die konstruktiven Verhandlungen auf Augenhöhe. Dabei galt ein besonderer Dank der Jugendamtsleiterin Elvira Unkelbach, die zum 31. Januar 2017 in den Ruhestand verabschiedet wird. Alle Vertragspartner waren sich einig, dass das Verhältnis von Verantwortung und Zusammenhalt geprägt ist.

In der Stadt Koblenz gibt es derzeit rund 4.700 Betreuungsplätze in insgesamt 65 Kindertagesstätten. Davon sind 35 in katholischer, 10 in evangelischer und 16 in freier Trägerschaft. Vier Kitas werden in kommunaler Trägerschaft betrieben. Die Katholische KiTa gGmbH Koblenz trägt derzeit 30 Kindertagesstätten in der Stadt Koblenz.

Nach dem Kindertagesstättengesetz (KitaG) sind die laufenden Sachkosten einer Kita, dazu zählen etwa Mieten, Gebäudenebenkosten oder Kosten für pädagogisches Arbeitsmaterial vom Träger aufzubringen. Um die Träger dabei zu unterstützen und um die plurale Trägerlandschaft in Koblenz zu erhalten, werden regelmäßig im Rahmen von Einzelvereinbarungen Sachkostenzuschüsse gewährt. Die aktuelle Regelung galt bis zum 31.12.2016. Die neue Vereinbarung knüpft ab 01.01.2017 nahtlos daran an.

Zu den Personalkosten erhalten die freien Träger ebenfalls gesetzlich festgelegte Zuschüsse. Dem Jugendamt als Gesamtverantwortlichen für die Sicherstellung des Kinderbetreuungsangebotes kommt hierbei eine Fehlbetragsausgleichspflicht zu. Dazu wurden in Koblenz entsprechende Rahmenvereinbarungen geschlossen, um mit Ausgleichszahlungen den kirchlichen Trägern eine sichere Finanzierungsplanung zu gewährleisten. Zum Jahresbeginn 2017 greift der neue Kostensenkungsbeschluss des Bistums Trier für die katholischen Träger, sodass neuerliche Verhandlungen geführt worden sind, deren positive Ergebnisse nun beiderseitig unterschrieben werden konnten. (Auszug aus der Pressemitteilung der Stadt Koblenz)

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