"Wie wertvoll du bist - Kind Gottes"

18.04.2018

Heilig-Rock-Tage für Kindertageseinrichtungen 2018

„Von anderen gesehen und angenommen zu werden ist für alle Menschen so wichtig wie Essen und Trinken und wie die Luft zum Atmen. Kinder und Erwachsene können ohne dieses „Ansehen“ nicht leben. Für Gott ist jeder Mensch, ob klein oder groß, wertvoll – ist ein Gotteskind. Kinder lernen, dieser lebenswichtigen Zusage zu trauen, wenn sie in Begegnungen mit Erwachsenen in der Familie und in der Kindertageseinrichtung spüren, dass sie willkommen und geliebt sind“, mit dieser Grundzusage Gottes lud Bischof Dr. Stephan Ackermann zu den diesjährigen Heilig-Rock-Tagen für Kindertageseinrichtungen nach Trier ein.

Die Heilig-Rock-Tage für die Kinder aus den Kindertageseinrichtungen griffen dieses Thema in diesem Jahr auf vielfältige Weise auf. Sie standen unter dem Motto „Wie wertvoll du bist – Kind Gottes“ und fanden am 17. und 18. April 2018 rund um den Dom zu Trier statt.

Eingeladen waren Kinder aus den Kindertageseinrichtungen, die sich gemeinsam mit den sie begleitenden Erzieherinnen und Erziehern, Eltern und Großeltern, Seelsorgerinnen und Seelsorgern auf den Weg machten, um ein Fest der Verbindung ihres Lebens mit ihrem Glauben zu feiern.

Insgesamt 36 Einrichtungen der Katholischen KiTa gGmbH Koblenz mit zahlreichen Kindern folgten der Einladung von Bischof Dr. Stephan Ackermann und besuchten das Bistumsfest.

Viele Einrichtungen nutzen die Tage, um die eigene religionspädagogische Arbeit abzurunden oder den zukünftigen Schulkindern eine besondere Abschlussfahrt zu ermöglichen. Die Fahrt zu den Heilig-Rock-Tagen ist auch in der Kita St. Konrad aus Koblenz-Metternich ein Angebot im Rahmen des besonderen Projektes „MAXI-TREFFEN“ im letzten Jahr vor der Einschulung für die Kinder der Einrichtung. „Das gesamte Projekt wird gemeinsam mit den Kindern geplant, gestaltet und von den pädagogischen Fachkräften begleitet. Freude und Spaß, gemeinsames Tun, aber auch die Vermittlung von vertrauensbildenden Grunderfahrungen stehen im Vordergrund“, so die Pädagogin Heike Rothländer. „Die Eindrücke sind für die Kinder jedes Jahr aufs Neue eindrucksvoll“, sind sich die teilnehmenden Erzieherinnen und Erzieher einig.

Die Begegnungstage der Kinder aus Kindertagesstätten starteten für viele jeweils mit dem Besuch der Heilig-Rock-Kapelle und der katechetischen Domführung, bei denen es für die Kinder viel zu entdecken gab. Ehrenamtliche Helfer beantworteten die vielen Fragen der Kinder und auf einer großen Bistumskarte konnten die Kinder ein Fähnchen an dem Standort platzieren, von dem sie gekommen sind. Im Anschluss hatten die Kinder die Möglichkeit, eines der Workshopangebote zu besuchen.

Eines der Angebote wurde von der Kita Kita St. Konrad in Koblenz organisiert. Unter dem Arbeitstitel „Der Buchstabenbaum – Friedensbotschaft für alle Menschen“ sollten die Kinder den Sinn vom Lesen und Schreiben erlernen und entdeckten hierbei ganz nebenbei, wie viel Spaß das Wörterbauen machen kann. Mithilfe der spannenden Geschichte „Der Buchstabenbaum“ von Leo Lionni, in der es um die Freundschaft der Buchstaben geht, wurde das Zusammenführen von Buchstaben zu Worten und von Worten zu Sätzen zu einem wahren Abenteuer. Der Buchklassiker zeigte auf eindrucksvolle Weise die Bedeutung von Sprache und Lionnis Friedensbotschaft. „Das Literaturprojekt eignet sich gerade für die zukünftigen Schulkinder, denn es führt spielerisch schrittweise an das Lesen heran und drückt dabei etwas Wichtiges aus: Friede den Menschen auf Erden,“ beschreiben die beiden Projektleiterinnen Heike Rothländer und Eva Hennes. Mit dem Pusten von Seifenblasen symbolisierten die Kinder das Hinauspusten ihrer Wünsche und der Friedensbotschaft in die große weite Welt. Mit dem Lied „Lasst uns miteinander, Frieden bringen in diese Welt“ verabschiedeten die Beiden jeweils vier Kindertageseinrichtungen des Bistums Trier, die an diesem Tag an dem Workshopangebot teilnahmen.

Auch die Kita St. Hedwig in Koblenz stellte ein Workshopangebot auf die Beine. Zum Thema „Beten – Wieso, weshalb, warum? – Wir basteln eine Gebetskette“ wurde den Kindern zum Einstieg das biblische Gleichnis „Der bittende Freund“ aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 11,5–8) erzählt und mithilfe von Bildern erläutert. Die von Jesus von Nazaret erzählte Geschichte hat das Gebet und die Gebetserhörung zum Thema.

„Im anschließenden Gespräch mit den Kindern ging es darum, dass Beten wie das Klopfen an eine Tür ist und dass dies manchmal gar nicht so einfach ist“, so Christine Schneider, die das Workshopangebot gemeinsam mit ihren Kolleginnen Kathrin Ott, Katharina Klaus und Carina Schmitz angeboten hatte. „Perlen in verschiedenen Farben geben eine Hilfestellung beim Beten und vereinfachen den Kindern ihr Gespräch mit Gott“, erklärte Christine Schneider die Möglichkeit für die Kinder, sich eine Gebetskette zu basteln. „Zum Abschluss haben wir die Ketten natürlich noch ausprobiert und gemeinsam gebetet.“

„Es hat mit allen drei Gruppen viel Spaß gemacht und die Kinder waren froh mit ihren Gebetsketten, die die meisten als Armband mit in den Gottesdienst nahmen. Die Kinder waren beim gemeinsamen Gebet sehr offen und haben unser Angebot mit ihren Ideen bereichert. Für uns ist es jedes Jahr eine schöne Erfahrung mit den Kindern anderer Einrichtungen zu arbeiten und so zu einem Teil dieser tollen Begegnungstage zu werden. Wir haben uns sehr Willkommen gefühlt.“, so die drei Projektleiterinnen übereinstimmend.

Den Höhepunkt des Tages stellte an beiden Tagen abschließend der traditionelle Abschlussgottesdienst der Kita-Kinder, dienstags mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und mittwochs mit Weihbischof Franz Josef Gebert im Trierer Dom dar.

Viele Kinder hatten den Pilgerstab geschmückt, welchen sie beim Einzug in die Kirche vorantrugen oder ein Bild gemalt, welches später auf riesige Stoffbahnen geheftet und als Gesamtkunstwerk im Dom aufgehängt und bewundert werden konnte. Bunt geschmückt mit Kappen, Westen und Karten um den Hals sind sie in der Masse gut zu erkennen.

Vor dem Auszug aus dem Trierer Dom bestaunten die Kinder die Figur des musizierenden Hirtengottes Pan, die sich zum Ende des Gottesdienstes am Fuß der Domorgel zeigte und eigene Töne mit der Panflöte spielte.

„Es ist eine Herausforderung mit den vielen Kindern den Weg aus dem Dom nach dem Gottesdienst nach Draußen zu finden, ohne ein Kind zu verlieren“, beschrieb eine Erzieherin, die den Tagesausflug mit den Kindern jedes Jahr auf sich nimmt. „Aber die vielen schönen Erlebnisse und Impressionen die der Besuch der Heilig-Rock-Tage nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Erzieherinnen und Erzieher mit sich bringt, sind es wert die weite Anreise auf sich zu nehmen“, stimmen die teilnehmenden Mitarbeitenden aus den Einrichtungen der Katholischen KiTa gGmbH Koblenz zu. In Zweiergruppen und mit ausreichend Aufsichtspersonal verlassen sie nach einem tollen Tag den Trierer Dom.

Mit vielen neuen Eindrücken und Erinnerungen, von denen die Kinder sicher noch einige Zeit in der Kita und zu Hause zu erzählen haben werden, traten am Ende der beiden Tage alle Kinder die Heimreise an.

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