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Die gemeinnützige Trägergesellschaft Katholischer Kindertageseinrichtungen im Raum Koblenz hat ihren „Endausbau“ erreicht

Verzehnfacht in 17 Jahren

Was im Jahr 2000 als Modellprojekt mit 16 Kindergärten an den Start gegangen war, hat sich längst etabliert und ist nun fertig ausgebaut: Die Katholische KiTa gGmbH Koblenz (mit Sitz in Mayen) hat mit 164 Einrichtungen ihr Ziel der Aufnahme aller katholischen Kitas im Visitationsbezirk Koblenz erreicht und steht mit dieser Größenordnung an der Spitze der KiTa-Träger in Rheinland-Pfalz.

„Hier war es noch keinen Tag langweilig“: So bringen Sabine Theisen und Willi Kaspari ihre Arbeit als Geschäftsführer der Katholischen KiTa gGmbH Koblenz auf den Punkt. Die Sozialpädagogin und Betriebswirtin und der Sozialarbeiter müssen es wissen, leiten sie doch seit Beginn der Modellprojektphase im Jahr 2000 (Kaspari) und seit der Entscheidung des Bistums Trier, das Modellprojekt als Regeleinrichtung fortzuführen, im Jahr 2003 (Theisen) die gemeinnützige Trägergesellschaft. Und wenn sie sagen: „Hier wird es auch in Zukunft nicht langweilig“, nehmen sie in den Blick, dass der „Endausbau“ zwar geschafft ist, dass aber umgehend mindestens eine Handvoll neuer Aufgaben und Herausforderungen auf sie zukommen – „Fachkräftemangel, Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements zur Umsetzung des neuen Rahmenleitbildes des Bistums, Veränderungen durch die Novellierung des Kita-Gesetzes Rheinland-Pfalz“, zählen sie als Beispiele auf.

Um den gesellschaftlich bedingten Veränderungen in der Kindertagesbetreuung gerecht zu werden und um Pfarrer und ehrenamtlich tätige Verwaltungsratsmitglieder zu entlasten, hatte das Bistum Trier seinerzeit je eine Trägergesellschaft für die Visitationsbezirke Koblenz, Saarbrücken und Trier ins Leben gerufen. Aus dem Bereich Koblenz stellten sich zunächst 16 Einrichtungen unter das Dach der Katholischen KiTa gGmbH Koblenz. „Freiwillig und mit der Bereitschaft zur Mitgestaltung und durchaus kritisch beäugt“, erinnert sich Willi Kaspari. Und betont: „Es war die reinste Pionierarbeit.“ Was damals landauf, landab noch durchaus üblich war - nämlich Kindergärten mit Öffnungszeiten von acht bis zwölf und von 14 bis 16 Uhr - gibt es heute so gut wie gar nicht mehr. So sind die vergangenen 17 Jahre von ständigem Wandel geprägt gewesen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat ein noch stärkeres Gewicht erhalten. Die Ausweitung des Rechtsanspruchs auf einen KiTa-Platz und weitere gesetzliche Veränderungen waren umzusetzen, ein Qualitätsmanagement aufzubauen und ein Unternehmensleitbild zu erstellen. „Wir hatten zu jeder Zeit die volle Unterstützung des Bistums“, betonen die beiden Geschäftsführer.

Wenn Sabine Theisen und Willi Kaspari erklären: „Wir haben uns in 17 Jahren verzehnfacht“, spielen sie auf die aktuelle Zahl von 164 Einrichtungen in Trägerschaft der Gesellschaft an. Mit 24 Neuaufnahmen ragt dabei quantitativ besonders das Jahr 2010 heraus. Die 164 KiTas sind 19 Gesamteinrichtungen und fünf Bürogemeinschaften zugeordnet: Koblenz, Simmern, Neuwied/Kirchen, Urmitz und zukünftig Burgbrohl. In insgesamt 650 Gruppen gibt es 13.500 genehmigte Plätze für Kinder – inklusive der Krippenplätze und der Hortplätze für Schüler. Mehr als verzehnfacht hat sich auch die Zahl der Mitarbeitenden; sie ist von damals 250 auf aktuell 3.300 angestiegen.

Die ab 2019 anstehende Auditierung aller Kitas mit Blick auf die Umsetzung des neuen Rahmenleitbildes des Bistums sowie die Auseinandersetzung mit der Rolle der katholischen Kitas als Orte von Kirche in den Pfarreien der Zukunft werden prägende Themen für die nächsten Jahre sein.

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