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Katholische Kita und Alten- und Pflegeheim in Ochtendung blicken auf erfolgreiches erstes Jahr der Generationsbrücke

Freundschaften zwischen Generationen

Ochtendung. Kinderstimmen und Kinderlachen, das ist eine ungewöhnliche Geräuschkulisse für ein Altenheim, doch im vergangenen Jahr war genau dies im Alten- und Pflegeheim St. Martin Ochtendung regelmäßig zu hören. Rund ein Mal im Monat waren neun Vorschulkinder aus der benachbarten Kita St. Martin, eine Einrichtung der "Katholische KiTa gGmbH Koblenz", zu Gast, um Zeit mit Senioren zu verbringen. Grund dafür ist das Projekt Generationsbrücke Deutschland. Jetzt geht das Projekt in die zweite Runde, aber zuvor trafen sich die beiden Generationen zum Abschiedsfest, um ihre gemeinsame Zeit Revue passieren zu lassen.

Seit Beginn des Projekts im vergangenen August waren sowohl die Kinder als auch die Senioren und das Projektteam mit vollem Einsatz dabei und freuten sich auf die regelmäßigen Begegnungen und damit verbundenen Aktivitäten. Den Bewohnern des Alten- und Pflegeheims St. Martin bieten die Treffen eine willkommene Abwechslung zum Heimalltag. Die Kinder wiederum profitieren von der Lebenserfahrung der Senioren und erhalten von ihnen besondere Wertschätzung und Zuneigung. Jedes Treffen ist durch Rituale und einen strukturierten Ablauf geprägt und bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, in der Gruppe Zeit mit einer festen Bezugsperson zu verbringen. Neben dem Begrüßungs- und Verabschiedungslied gehören auch Spiele und Bastelarbeiten zum Programm. Bei den Aktivitäten unterstützen sich die Partner selbstverständlich gegenseitig. Ruth Evers, Leiterin der katholischen Kindertageseinrichtung St. Martin Ochtendung, erklärt: „Es gibt sehr viele Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Generationen, es liegen nur rund 70 Jahre dazwischen.“ Und damit hat sie sicherlich recht, immerhin fällt es nicht nur manchen Kindern schwer, eine Vorlage genau auszuschneiden, auch ältere Menschen können mit dieser Aktivität Probleme haben. Gegenseitige Unterstützung ist darum wichtig. Aber auch die Bewegung kommt bei den Treffen der zwei Generationen nicht zu kurz. Spiele wie menschliches Mensch-Ärgere-Dich-Nicht standen auf dem Programm. Das Erlebte aus allen Begegnungen wurde für die Kinder in Form von Bildern und den Bastelprojekten in einem persönlichen Ordner gesammelt. Diese Sammlungen und selbst gebackenen Kuchen brachten die Kinder kürzlich mit in das Alten- und Pflegeheim St. Martin, um gemeinsam mit den „Bewohnerpartnern“ den Abschluss eines tollen Jahrs zu feiern, in Erinnerung zu schwelgen und sich zu verabschieden. Schließlich gehen sie seit kurzem in die Schule.

Die Begeisterung der Teilnehmer für die Generationsbrücke wurde auch beim Abschiedsfest am Ausruf einer Seniorin deutlich: „Da geht einem doch das Herz auf, wenn man das sieht“, sagte sie als die Kinder die Urkunden zum Abschluss des diesjährigen Projekts an ihre Seniorenpaten übergaben und fröhlich mit Luftballons spielten. „Es sind bereits richtige Freundschaften entstanden“, erklärt Ruth Evers zufrieden über den positiven Start der Kooperation.

Initiiert wurde die Teilnahme der beiden Einrichtungen aus Ochtendung von Margot Herzog-Sauer, Leiterin des Alten- und Pflegeheims St. Martin. Nachdem eine vorherige Kooperation, bei der die Kinder im Altenheim zu Mittag gesessen haben, aufgegeben werden musste, weil die Zahl der Kita-Ganztagsplätze gestiegen war, suchte sie nach einem neuen Weg, um die beiden Generationen zusammen zu führen. Ruth Evers und Margot Herzog-Sauer bereiteten sich im Vorfeld des Projekts mit einigen Mitgliedern ihrer Teams in einer zweitägigen Schulung auf die Generationenbrücke vor und trafen sich zur Abstimmung der Inhalte und Gestaltung der Begegnungen im Vorfeld jedes Treffens. Offiziell wurde die Zusammenarbeit bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags.

Die Kita St. Martin und das Alten- und Pflegeheim St. Martin werden das Projekt auch in diesem Kindergartenjahr weiterführen. Ein Elternnachmittag für die Eltern der Kinder im letzten Kindergartenjahr mit allen wichtigen Informationen zur Generationsbrücke hat bereits stattgefunden. 15 Kinder haben bereits Interesse an dem Projekt geäußert.