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Waldkindergartengruppe in Waldorf startet im April

In der Kita und der Natur ganz nah

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie verschiebt sich der Start der Waldkindergartengruppe voraussichtlich auf den 01.06.2020.

Waldorf. Die Vorbereitungen für die Waldkindergartengruppe der Kindertageseinrichtung St. Remaclus schreiten voran und die „Eröffnung“ naht mit großen Schritten. Es ist die erste Gruppe mit diesem pädagogischen Konzept der „Katholische KiTa gGmbH Koblenz“ und auch die erste im Kreis Ahrweiler. Ab April nächsten Jahres soll sie in Waldorf zunächst Plätze für 15 bis 20 Kinder bieten. Die Ortsgemeinde Waldorf hat bereits mit mehreren Beschlüssen den Weg hierfür geebnet.

Auf einem Grundstück der Ortsgemeinde nahe des Sportplatzes wird für die Waldkindergartengruppe ein Bauwagen aufgestellt und von den Kindern selbst in Zusammenarbeit mit den ErzieherInnen ein Naturzaun errichtet. Dort werden die Kinder ihr mitgebrachtes Frühstück essen. Strom und fließendes Wasser gibt es auf dem Grundstück nicht. Bei Regen wird für die Mahlzeiten eine Plane gespannt, denn die Waldkindergartengruppe hält sich mit wenigen Ausnahmen das gesamte Jahr über draußen auf.  Im Bauwagen können sich die Kinder aufwärmen. Nur bei Gewitter und starkem Sturm wird die Betreuung der Kinder vom Wald ins Gebäude verlegt. Ausweichmöglichkeiten für diese Witterungen bieten das Sportlerheim und die Mehrzweckhalle. Das pädagogische Konzept Waldgruppe schult die Kinder besonders in Motorik und Feinmotorik und dem sensiblen Umgang mit der Natur. Durch den Aufenthalt in der Natur führt es außerdem dazu, dass das Immunsystem der Kinder gestärkt wird. Und auch die Bewegung spielt eine wichtige Rolle im Wald. So dient das Grundstück, auf dem der Bauwagen aufgestellt wird, zwar als feste Anlaufstelle, die Kinder und ErzieherInnen werden sich aber nicht nur dort aufhalten. Der umliegende Wald wird selbstverständlich auch erkundet. Ständige Absprachen mit dem Förster und Jägern machen dies möglich. Potenzielle Gefahrenstellen können dank dieser engen Kooperation umgangen werden.

Der Kita-Tag wird für die Kinder, die die Waldkindergartengruppe besuchen werden, immer an der katholischen Kita St. Remaclus, einer Einrichtung der „Katholische KiTa gGmbH Koblenz“ beginnen und enden, da sie sich dort mit den ErzieherInnen treffen, um in den Wald zu gehen. Die „Öffnungszeiten“ der Waldkindergartengruppe sind von 7:30 bis 14:30 Uhr, betreut werden können dort Kinder ab drei Jahren, die keine Windeln mehr tragen.

Die Mitarbeitenden der Kita haben sich umfassend auf die Eröffnung der Gruppe vorbereitet. Zwei ErzieherInnen haben eine Weiterbildung zur Waldpädagogin gemacht. Zusätzlich haben alle Teammitglieder zur Thematik Waldpädagogik eine Fortbildung besucht, sodass auch gruppenübergreifende Vertretungen möglich sind. Drei pädagogische Fachkräfte werden sich um die Kinder im Wald kümmern.

Seit Anfang September finden in der katholischen Kita St. Remaclus einmal in der Woche regelmäßige Waldtage statt, damit sich die Kinder, die im Frühling die Gruppe wechseln werden, bereits daran gewöhnen können, den Kita-Tag draußen zu verbringen. Geplant sind nach der Öffnung der Gruppe unregelmäßige Besuche der übrigen Gruppen der Kita bei der Waldgruppe.

Die katholische Kita St. Remaclus kann am jetzigen Standort nicht weiter ausgebaut werden, aber die Idee für die „Outdoor-Gruppe“ kam im Kita-Team auf. Kita-Leiterin Astrid Gehrke erklärt: „Es war eine Chance für uns, da es schon lange ein Traum von uns war.“ Um diesen Traum zu verwirklichen, haben die Kita-Leitung und das Team viel Vorarbeit geleistet. Dazu gehören neben den Fortbildungen natürlich auch Hospitationen in verschiedenen Kitas mit diesem pädagogischen Konzept.

Die Ortsgemeinde befürwortet das Projekt und hat sich sehr für die Einführung der Waldgruppe eingesetzt. Beatrix Djelassi, Gesamtleiterin bei der „Katholische KiTa gGmbH Koblenz“ betont: „Die Zusammenarbeit mit den Zuständigen der Orts- und Verbandsgemeinde war sehr gut. Sie haben uns bei der Umsetzung unserer Pläne immer unterstützend zur Seite gestanden und gemeinsam mit uns an einem Strang gezogen. Dafür sind wir sehr dankbar.“