Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies. Zur Reichweitenmessung der Seiten nutzen wir eine anonymisierte Statistik, die keine personenbezogenen Rückschlüsse auf Sie zulässt. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Die Einrichtung der Katholische Kita gGmbH Koblenz ist im Finale des Deutschen Kita Preises

Kita St. Willibrord in Plaidt - Ein Haus der Kinder

Plaidt. Als Simone Mecklenbeck, die stellvertretende Leitung der Kita St. Willibrord in Plaidt, nichtsahnend ans Telefon ging, konnte sie gar nicht glauben, was man ihr mitteilte: Die Einrichtung ist im Finale des Deutschen Kita Preises und gehört zu den Top Zehn. Ein überwältigender Moment.

„Eltern haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns doch für den Preis bewerben sollten“, berichtet Miriam Grothe, die Standortleitung der Einrichtung. Getragen von dem Gedanken, die eigene Arbeit und die Ansprüche durch das Bewerbungsverfahren selbst zu evaluieren, nutze die Standortleitung gemeinsam mit ihrem Team die Gelegenheit. Dass sich ihre Kita gegen über 1.000 Mitbewerber durchsetzt, hätte Miriam Grothe nicht gedacht.

„Es gibt viel schönere Kitas“, sagt Grothe, „aber was uns ausmacht, sind die Atmosphäre, das Miteinander und der Zusammenhalt. „Wir sind ein facettenreiches, gemischtes Team, haben aber alle ein gemeinsames Bild vom Kind“.  Und dieses Bild macht die Kita St. Willibrord in Plaidt so besonders. Die Kinder sollen sich hier zu demokratischen Persönlichkeiten entwickeln, damit sie ihren Platz in ihrer sozialen Umgebung finden und ihn mit Neugier, Selbstbewusstsein, Empathie und Verantwortungsbewusstsein ausfüllen können.

Geprägt wird das durch die Impulspädagogik. Dabei wird das Verhalten der Kinder von den ErzieherInnen beobachtet. „Wir lassen den Kindern Freiheiten, helfen ihnen dabei, die daraus entstehenden Herausforderungen und Verantwortungen zu tragen und unterstützen sie  bei ihren Aufgaben“, erklären Mecklenbeck und Grothe.

Die Kita arbeitet nach dem offenen Raumkonzept. Dies bedeutet, dass die Kinder eine Stammgruppe mit ihren BezugserzieherInnen haben, sich aber in der ganzen Einrichtung aufhalten können. Abwechslungsreich, inspirierend und bedürfnisorientiert ist das für die Kinder, denn jeder Raum ist anders eingerichtet. So gibt es z.B. den Bewegungsraum, den Entdeckerraum, den Bauraum, das Atelier und viele mehr. Die Kinder können zwischen den verschiedenen Angeboten entscheiden und im Laufe des Tages die 14 Räumlichkeiten nach Belieben wechseln.

Diese Selbstbestimmung ist ein wichtiger Teil der pädagogischen Arbeit in der Kita. In der eigenen Kita-Verfassung ist aus diesem Grund auch festgehalten, dass die Kinder über ihr Essen-Verhalten oder ihre Schlafenszeit frei entscheiden dürfen. „Wir möchten, dass die Kinder zu selbstbestimmten Personen heranwachsen“, sind sich Mecklenbeck und Grothe einig. Deswegen gibt es auch das Wackelzahnparlament, in dem die Vorschulkinder die Wünsche und Belange ihrer Stammgruppen vertreten, Informationen austauschen und Abstimmungen vornehmen. Was es bedeutet Verantwortung zu übernehmen, lernen die Kinder von Anfang an. So hat die Nachhaltigkeitserziehung einen festen Stellenwert im Kita-Alltag. Das umfasst Dinge, wie die Nutzung eines Öko-Klebestifts und eines Wasserspenders und geht von der Bewirtschaftung eines Hochbeetes über Mülltrennung zu Müllsammeln bis hin zum eigenen Herstellen von Joghurt.

Die Aspekte und Merkmale, die die Kita so besonders machen und sie zu einer der besten Kitas des Jahres 2022 machen, sind das Ergebnis einer langen Entwicklung. Miriam Grothe ist nun seit 10 Jahren Standortleitung der Kita St. Willibrord in Plaidt. Mit den 29 Mitarbeitenden, darunter pädagogische Fachkräfte, Hauswirtschaftskräfte und SozialarbeiterInnen, ist das Team für die 135 Kita-Kinder da und unterstützt sie auf ihrem Weg in die Zukunft.

„Unsere Kita ist kein Haus für die Kinder, sondern ein Haus der Kinder“, sagt Miriam Grothe. Deshalb wurde natürlich gemeinsam überlegt, wie das Preisgeld von bis zu 25.000 € eingesetzt werden kann: Es soll ein neues Klettergerüst für das Außengelände angeschafft werden. Damit dieser Wunsch in Erfüllung gehen kann, muss die Fachjury im Mai die Kita St. Willibrord als beste Kita des Jahres auszeichnen.

So oder so, Standortleitung Miriam Grothe und ihr Team sind schon jetzt stolz auf das, was sie gemeinsam erreicht haben.